Frau Dr. Angela Wegscheider von der JKU hat sich in einem Projekt mit der Geschichte der Behindertenbewegung in Österreich auseinandergesetzt und wird

am 14. Jänner 2019 um 14:00 Uhr ihre sicher spannenden Erkenntnisse präsentieren.

Geplant ist auch eine Diskussionsrunde mit namhaften Gästen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung.

Voraussichtliches Ende um 16:00 Uhr

Details entnehmen Sie bitte der Einladung


 Hier einige Podiumsgäste inkl. dem Referenten Volker Schönwiese, der die Geschichte der Selbstbestimmt Leben Bewegung bis vor den 1. Weltkrieg zurückverfolgen konnte.

 Diskutantinnen Geschichte der Behindertenbewegung

Auch unser Obmann, Alfred Prantl, schilderte seinen Weg über 40 Jahre von der SLI-Bewegung bis in die

Vereinigung der Interessenvertretungen der Menschen mit Beeinträchtigungen in Oberösterreich IVMB

Alfred Prantl berichtet über seine 40 Jahre in der Interessenvertretung

 Erschreckend und ernüchternd ist natürlich die Tatsache, dass die Selbstbestimmt Leben Bewegung nach wie vor selben Forderungen stellen muss.

Zwar hat sich der Standard und die Vielfalt bei der beruflichen Integration erhöht. Die berufliche Gleichstellung bleibt jedoch für viele Menschen mit

Beeinträchtigung nur ein Wunschtraum. Das folgende Zitat halt leider auch 2019 nichts von seiner Aktualität verloren:

Zitat von Adolf Ratzka

 

 

Liebe Ineressenvertreterinnen und Interessenvertreter,

liebe Mitglieder, Angehörige und Freunde,

liebe Partnerinnen und Partner!

Das Weihnachtsfest steht unmittelbar vor der Tür und das Jahr 2018 hat auch nicht mehr viele Blätter am Kalender. Es war ein interessantes, spannendes, manchmal turbolentes, manchmal lustiges Vereinsjahr.

Neben der laufenden Vereinstätigkeit im Zusammenhang mit der Umsetzung und Einhaltung des Chancengleichheitsgesetzes förderten und unterstützten wir die Arbeit der Interessenvertretungen.

Ein großes Anliegen war uns 2018 auch die verstärkte Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Interessenvertretungen und neuen Partner*innen. So ist die IVMB zum Beispiel Teil der Plattform für bedürfnisgerechte Persönliche Assistenz und Mitglied beim Klagsverband.

Weitere Informationen über die Vereinstätigkeit erhalten Sie mit unserem Jahresbericht im 1. Quartal 2019.

Bis dahin wünschen wir Euch / Ihnen

 Alfred Prantl und Markus Hagn mit Weihnachtsdeko

Frohe Festtage und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2019!


 

2010 erkannten einige Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe und das Land Oberösterreich die Notwendigkeit, sich über den Umgang mit Paarbeziehungen, wie sie sich natürlich im täglichen sozialen Miteinander an Arbeitsplätzen oder in Wohngruppen ergeben können, Gedanken zu machen. Man beschloss dieses komplexe Thema in einer Arbeitsgruppe zu behandeln und einen Kriterienkatalog zum praxisbezogenen Umgang mit zwischenmenschlichen Lebensrealitäten zu erarbeiten. Das "Gütesiegel Sexualität und Behinderung" entstand.

Heuer, 8 Jahre, viele Sitzungen, Überlegungen, Befragungen und Bewertungen später, wurde am 12. November dieses Gütesiegel erstmals im festlichen Rahmen verliehen. Zu den ersten, die den Zertifizierungsprozess erfolgreich abschließen konnten, zählen der Verein WOGE, einige Einrichtungen von Caritas INVITA, ASSISTA Soziale Dienste, und einige Einrichtungen der Volkshilfe.

Wir gratulieren recht herzlich!

 Frau Landesrätin Gerstorfer steht an einem Pult mit Mikrofon und hält eine Rede zur erstmaligen Verleihung des Gütesiegels Sexualität und Behinderung
       Rede Landesrätin Birgit Gerstorfer, Quelle: Land Oberösterreich
       
Frau Anna Wolfesberger hält einen Vortrag über die Entstehung, den Inhalt und die große Bedeutung des Gütesiegels Sexualität und Behinderung
Vortrag Anna Wolfesberger, Quelle: Land Oberösterreich
        
   Alfred Prantl hält eine Rede über die Bedeutung des Gütesiegtels für das Zusammenleben beeinträchtigter Menschen
Rede Alfred Prantl
Quelle: Land Oberösterreich
Weitere Fotos zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des Landes Oberösterreich unter dem Link
https://www2.land-oberoesterreich.gv.at/internetfoto/BrowseDocuments.jsp?folderId=51237&mandantId=18&year=2018&week=46

Als Teil der Plattform für bedürfnisgerechte Persönliche Assistenz, hatten wir im Vorfeld nur eine vage Hoffnung, dass die Podiumsdiskussion unter dem Motto "Chancengleichheit chancenlos? - 10 Jahre OÖ Chancengleichheitsgesetz... Bitte warten... bitte warten... bitte warten..." doch von einigen interessierten Betroffenen oder engagierten Menschen besucht werden würde. Das Platzangebot im "Redoutensaal" des Promenadenhofes in Linz reichte schließlich nicht aus um dem Besucheransturm gerecht zu werden. Als Mitveranstalter waren wir nätürlich hoch erfreut über das zahlreiche Publikum.

Die große Resonanz der Veranstaltung zeigte allerdings auch eine äußerst unerfreuliche Tatsache: 10 Jahre nach Inkrafttreten des OÖ. Chancengleichheitsgesetzes und der UN Behindertenrechtskonvention, gibt es in Oberösterreich nach wie vor  insgesamt mehr als tausend beeinträchtigte Menschen, denen ihr Recht auf eine Arbeit, die ihren Talenten und Wünschen entspricht, eine Wohnung, die ihnen gefällt und Persönliche Assistenz, die sie in die Lage versetzt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nach ihren Vorstellungen zu gestalten, vorenthalten wird.

Ein Teil von ihnen war am 13. November 2018 zu Gast bei der Podiumsdiskussion und meldete sich lautstark zu Wort. Der andere, weitaus größere Teil jedoch, konnte auf Grund der vorenthaltenen Persönlichen Assistenz nicht einmal anwesend sein, um für ihr Recht auf Unterstützungleistungen einzutreten. Sie bleiben nach wie vor unsichtbar und ungehört.

Denn egal ob man den Bedarf nach einer ChG-Leistung nun als "sehr dringend", "dringend" oder "nicht dringend" einstuft - es bleiben die unwürdigen Lebenssituationen zahlloser beeinträchtigter Menschen und ihrer Angehöriger, die einfach nur ihr Leben ihren Vorstellungen entsprechend gestalten und gleichberechtigt Teil der Gesellschaft sein wollen.

Ob die Politik unsere Forderungen endlich als Grundrecht erkennt, das eigentlich selbverständlich sein sollte, bleibt offen. 10 Jahre nachdem ein OÖ Chancengleichheitsgesetz in Kraft gesetzt wurde, darf der darin festgeschriebene Rechtsanspruch nicht immer eine Frage der Finanzierbarkeit bleiben. Es sollte endlich auch ein politischer Wille zur Schaffung von Chacengleichheit samt entsprechender budgetärer Prioritätensetzung erkennbar werden!

Sonst könnte man langsam geneigt sein, die Frage zu stellen:

Leidet die oö. Behindertenpolitik ihrerseits an einer Mobilitätseinschränkung?

Wir bleiben dran! Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!

Hier einige Fotos zur Podiumsdiskussion...

Blick von hinten über Publikum auf Podium

 

 Diskutantinnen am Podium

 Diskutantinnen am Podium

 

Liebe Interessenvertreter*innen, Angehörige, Mitstreiter*innen und Freunde!

Es ist höchste Zeit, Sie/Euch wieder einmal zu ermutigen für Ihre/Eure Rechte, das OÖ Chancengleichheitsgesetz betreffend, einzutreten. Sie/Ihr seid herzlich Eingeladen zur Podiumsdiskussion:

 „Chancengleichheit chancenlos? – 10 Jahre OÖ Chancengleichheitsgesetz … Bitte warten … bitte warten … bitte warten

 am 13.11.2018 um 17:00 Uhr in den Redoutensälen im Landhaus, Promenade 39, 4020 Linz.

 Fordern wir gemeinsam die Politik auf, die versprochenen Leistungen endlich umzusetzen! Bitte leitet die Infos weiter und stellt den Folder und das Plakat (im Anhang) auf Ihre/Eure Internetseiten.

 Herzlichen Dank! Wir freuen uns auf Euer/Dein kommen!

 

Datum 13.11., Uhrzeit 17:00 Uhr, Ort Promenade 39

 

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