Einen weiteren Schwerpunkt des Vernetzungstreffens im Juni bildeten die verschiedenen Modelle und die unterschiedliche Verfügbarkeit  von Persönlicher Assistenz. Hierzu wurde von REIZ Vorarlberg Zahlenmaterial veröffentlicht. Der Hinweis darauf kam von Vertretern der Lebenshilfe Vorarlberg. Klaus Brunner und Friedrich Gföllner haben uns auch das neue Konzept für Persönliche Assistenz des Landes Vorarlberg zugesandt, das ab 2017 umgesetzt werden soll.

Wir danken den beiden recht herzlich für die Übermittlung des Informationsmaterials und ihr Bemühen die Verständigung zwischen den Bundesländern und deren künftige Zusammenarbeit voranzutreiben.

Daten_BurgenlandDaten_KaerntenDaten_Niederoesterreich; Daten_Oberoesterreich; Daten_Salzburg; Daten_Steiermark; Daten_Tirol; Daten_Vorarlberg; Daten_Wien; KonzeptPAinVlbg

Wie bereits erwähnt wird unsererseits die Errichtung einer Online-Plattform auf unserer Homepage angestrebt, um Materialien unterschiedlicher Akteure im Behindertenbereich zusammenzutragen, Ideen zur Umsetzung von Inklusion zu entwickeln und gemeinsam Schritte zu planen, die uns eine selbstbestimmtere Lebensführung ermöglichen. 

 

Ein Themenbereich unseres Vernetzungstreffens vom 29. Juni 2016 war die finanzielle Situation von Menschen, die in Fähigkeitsorientierter Aktivität beschäftigt sind.

Diese Menschen werden - obwohl teilweise Vollzeit beschäftigt - nur auf Taschengeld-Basis entlohnt. Dieser Umstand stellt einen massiven Eingriff in die Freiheit der Lebensgestaltung jeder(s) einzelnen dar, da keine(r) der Betroffenen frei über das eigene Einkommen verfügen kann und somit auch nicht frei entscheiden, wo oder wie er / sie wohnt oder wofür er / sie sonst das eigene Einkommen ausgibt. Zudem fehlen für diese Menschen eine eigene sozialversicherungsrechtliche Absicherung und der Erwerb eigener Pensionsansprüche.

Dabei wäre eine Gleichstellung der FA mit herkömmlichen Beschäftigungsverhältnissen in manchen Berechnungsvarianten kein nennenswerter Mehraufwand für die Kostenträger. Das zeigen Vergleichsrechnungen der Sozialabteilung des Landes Oberösterreich.

Im Folgenden finden Sie die entsprechenden Studien und Berechnungsmodelle:

Berechnungsbeispiele_Kollektivvertragliche_Entlohnung

Kollektivvertragliche_Entlohnung_final_09_09_2014

Präsentation_MmB_2014

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die Unterstützung beeinträchtigter Menschen in Landesgesetzen geregelt ist, gibt es zu den verschiedenen Bereichen der Inklusion unterschiedliche Strukturen, Standards und Gesetze.

Um die Vielzahl vorhandener Modelle zur Umsetzung von Inklusion darzustellen und zu vergleichen, veranstalteten wir im Juni ein Vernetzungstreffen.

Zahlreiche engagierte Selbstvertreter, Eltern und Angehörige behinderter Menschen und weitere Interessenten aus mehreren Bundesländern waren unserer Einladung gefolgt.

Zu Beginn stellten mehrere Teilnehmer ihre Projekte oder Institutionen vor und schilderten ihre momentane Situation.

Anschließend wurden drei Arbeitsgruppen gebildet um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Institutionen, Projekte und Strukturen zur Umsetzung von Inklusion herauszuarbeiten.

Für die Bereiche „Bedarfsgerechte Persönliche Assistenz“, „Fähigkeitsorientierte Aktivität“ und „Inklusionsfonds des Bundes“ wurden Ideen und Forderungen formuliert, um eine positive Entwicklung in diesen Bereichen voranzutreiben.

Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum präsentiert.

Schließlich wurden Wünsche für die künftige Zusammenarbeit gesammelt um gemeinsam eine Verbesserung und Vereinheitlichung von Standards erreichen zu können.

Die IVMB wird sich bemühen im Internet eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und Ideensammlung und Koordination der Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen.

Für detaillierte Informationen finden Sie im Anhang das Protokoll zum Treffen.

Protokoll_Vernetzungstreffen

 

Entlohnung für Arbeit... Dieses an sich weithin schlüssige Verhältnis, ist leider für viele in einer fähigkeitsorientierten Arbeit (FA) beschäftigten beeinträchtigten Menschen nicht gegeben. Sie müssen sich mit einem geringen Taschengeld zufriedengeben, sind nicht selbst sozialversichert und erwerben somit keinen eigenen Pensionsanspruch.

Gegen diese Missstände kann man folgende Petition unterschreiben:

 http://www.activism.com/de_AT/petition/sozialeabsicherung-f-r-menschen-mit-beeintr-chtigungen/195024

Ein Video zu diesem Thema wurde von Interessenvertretern des Vereins Miteinander produziert.

https://dorftv.at/video/24919

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter!

Auf Grund regen Interesses und nach wie vor stetig einlangender Anmeldungen haben wir die Anmeldefrist für unser bundesweites Vernetzungstreffen am 29. Juni bis 27. Mai verlängert. Wir hoffen auf interessante Beiträge und Diskussionen und eine breite gemeinsame Basis für unsere Forderungen nach einer bundesweit einheitlichen Regelung und einheitlichen Standards in den Bereichen Bedarfsgerechte Persönliche Assistenz inkl. Abbau der Wartelisten (falls vorhanden), Fähigkeitsorientierte Aktivität inkl. sozialrechtlicher Gleichstellung und der Schaffung eines Bundes-Inklusionsfonds.

Melden Sie sich an! Arbeiten wir gemeinsam für die Chance behinderter Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich entfalten zu können!

Einladung Anmeldeformular

 

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